















































Die Geschichte
der Hetzweger Schule
beginnt im Jahre 1685...
Im November 1670 fand in Scheessel eine Kirchenvisitation statt. Der zuständige Generalsuperintendent und der Konsistorialrat ordneten an, dass in den Außendörfern der Kirchspiels Scheeßel Nebenschulen errichtet werden sollten. Es zeigte sich aber bald, dass alle Bewohner das Vorhaben ausnahmslos ablehnten, weil sie ihre Kinder bei der Arbeit auf dem Hof brauchten...
Schulgründung
Es vergingen noch 15 Jahre, bis die Anordnung endlich durchgeführt wurde. Im Sommer 1685 wurde in Hetzwege ein Schulhaus mit Dienstwohnung gebaut. Die Hetzweger Schule wurde von den Kindern der Dörfer Abbendorf, Hetzwege, Oldenhöfen, und Wittkopsbostel besucht. Der Schulmeister erhielt 1789 an Winterlohn für jedes Schulkind ein Himpten Roggen = 15 kg, ein Brot und 1/4 kg Butter. Der Sommerlohn belief sich für jedes Kind auf zwölf Schilling. (Dafür konnte man zwei Hühner kaufen.) Im Sommer fand der Unterricht nur am Sonntag statt. Im Jahre 1824 war das Schulgebäude unter der Brandkassen-Nr 7 zu 30 Reichsthalern feuerversichert.
Volksschulgesetz
Der Inhaber der Hetzwege Schulstelle, der hier 1828 seinen Dienst antrat, hatte das Lehrerseminar (eine höhere Fachschule), drei Jahre besucht und erfolgreich mit der Lehrerprüfung abgeschlossen. Im Jahre 1845 wurde das Volksschulgesetz im Königreich Hannover wirksam, wodurch erstmals das Lehrereinkommen staatlicheseits festgesetzt wurde. Das Ehrenamt eines Schulvorstehers, der für die äußeren Schulangelegenheiten zuständig war, wurde eingerichtet. 1892 hat der Schulleiter die Schulchronik angelegt und sie fortlaufend weitergeführt. Die Gemeinde Wittkopsbostel strebte 1911 die Loslösung vom Schulzweckverband Hetzwege an, weil sie 40 schulpflichtige Kinder aufwies. Der lange Krieg verzögerte das Vorhaben. Aber im Herbst 1920 konnten die Kinder aus Wittkopsbostel und Oldenhöfen in ihr neues Schulhaus einziehen. Die Hetzweger Schule hatte fast 250 Jahre am gleichen Platz gestanden, dort wo sich heute Lühmanns Haus, Schoolbrink Nr. 3 befindet. (Die letzten 50 Jahre dort hatte es die Hausnr. 7.)
Neubau am heutigen Platz
Weil die Kinderzahl inzwischen schon wieder gestiegen war, wurden die alten Schulräume zu klein. Man beschloss einen Neubau mit zwei Klassenräumen, der am Hetzweger Ortsausgang in Richtung Abbendorf zu errichten war. Er bekam die Hausnummer 37. Das neue Gebäude erhielt einen Glockenturm. Die Glocke wird betätigt bei Todesfällen und Beerdigungen und zur Ankündigung des Sonntags. Die Landschulreform, die 1962 begann, hat uns die Mittelpunkt–Grundschule für den Einzugsbereich Abbendorf, Hetzwege, Sothel und Wittkopsbostel gebracht. Für die Fahrschüler aus drei Ortschaften wurde ein ständiger Schulbus eingesetzt. Die Turnhalle wurde 1982 gebaut. Die Unterrichtsräume haben alle den Zugang von der Straße Buchenkamp und deshalb die Hausnummer Buchenkamp Nr. 2. Seit der Fusionierung mit der Grundschule Scheeßel im Schuljahr 2015/16 können auch Scheeßeler Eltern ihre Kinder in Hetzwege einschulen.
